Technik

Zooz ZEN14: Firmware 2.30 korrigiert Status nach Stromausfall

Die Außensteckdosen sind aus, das Smart Home meldet trotzdem „AN“: Beim Zooz ZEN14 konnte dieser Widerspruch nach einem Stromausfall auftreten. Firmware 2.30 behebt den Fehler für eine bestimmte Einstellung. Das ist eine kleine Korrektur mit praktischem Nutzen. Denn eine Automatisierung kann nur dann sinnvoll auf einen Gerätestatus reagieren, wenn dieser auch stimmt.

Das Update für den ZEN14 800LR Outdoor Double Plug wurde im Juni 2026 als Over-the-Air-Update veröffentlicht. Wer das Gerät bereits zuverlässig betreibt, sollte genau hinsehen: Der behobene Fehler betrifft eine klar abgegrenzte Situation. Und nach der Installation kann eine erneute Einbindung ins Z-Wave-Netzwerk nötig sein.

Was beim ZEN14 falsch gemeldet wurde

Der ZEN14 ist ein Z-Wave-Doppelstecker für den Außenbereich. Seine beiden Ausgänge lassen sich einzeln steuern. Für die Statusmeldung sind hier drei Endpunkte wichtig: die beiden Ausgänge als Endpunkt 1 und 2 sowie der Root Endpoint, also Endpunkt 0.

Der Fehler trat nach einem Stromausfall auf, wenn Parameter 6 auf den Wert 0 gesetzt war. Diese Einstellung bedeutet „Immer Aus“ und legt fest, dass die Ausgänge nach der Stromunterbrechung ausgeschaltet bleiben sollen.

Die einzelnen Ausgänge waren dabei korrekt aus. Auch ihre jeweiligen Endpunkte meldeten „AUS“. Der Root Endpoint konnte dagegen fälschlich „AN“ zurückmelden. Die Statusangaben innerhalb desselben Geräts passten also nicht zusammen.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Der beschriebene Fehler bestand nicht darin, dass angeschlossene Geräte entgegen der Einstellung eingeschaltet wurden. Falsch war die übergeordnete Statusmeldung. Firmware 2.30 korrigiert dieses Verhalten.

Warum eine falsche Anzeige mehr als Kosmetik ist

Für einen Blick auf die Bedienoberfläche ist ein falscher Status schon lästig. Bei Automatisierungen kommt es darauf an, welche Meldung sie auswerten. Eine Regel, die den Root Endpoint berücksichtigt, kann in der betroffenen Situation von einem eingeschalteten Gerät ausgehen, obwohl beide Ausgänge aus sind.

Ein denkbares Beispiel wäre eine Benachrichtigung, die nach einer Stromunterbrechung auf einen vermeintlich noch eingeschalteten Außenverbraucher hinweist. Sie könnte unnötig ausgelöst werden. Das ist eine mögliche Folge der widersprüchlichen Zustände, kein zusätzlich bestätigtes Fehlerbild des ZEN14.

Für Nutzer liegt der Nutzen des Updates deshalb in einer verlässlicheren Zustandsmeldung. Wer die beiden Ausgänge direkt prüft, hatte im beschriebenen Fehlerfall bereits korrekte Angaben. Wer den übergeordneten Gerätestatus verwendet, bekommt mit der Korrektur die entscheidende Verbesserung.

Was Firmware 2.30 leistet – und was nicht belegt ist

Neben der Statuskorrektur aktualisiert Firmware 2.30 das Z-Wave SDK von Version 7.19.3 auf 7.24.1. Aus diesem Versionswechsel allein lässt sich jedoch kein konkreter Vorteil bei Reichweite, Schaltgeschwindigkeit oder Verbindungsqualität ableiten.

Ebenso wenig ist die Fehlerbehebung eine pauschale Zusage für sämtliche Statusprobleme. Sie bezieht sich auf die Kombination aus Stromausfall, Parameter 6 mit dem Wert 0 und einer falschen AN-Meldung an Endpunkt 0. Wer abweichende Zustände während des normalen Schaltbetriebs beobachtet, sollte das nicht automatisch mit diesem behobenen Fehler gleichsetzen.

Vor einer Bewertung lohnt daher die Trennung: Welcher Ausgang ist tatsächlich geschaltet? Was melden Endpunkt 1 und 2? Und welchen Zustand zeigt Endpunkt 0? Erst diese Unterscheidung macht aus „Die Anzeige stimmt nicht“ ein nachvollziehbares Fehlerbild.

Den Aufwand nach dem Update einplanen

Für eine optimale Funktion nach dem Update kann es erforderlich sein, den ZEN14 aus dem Z-Wave-Netzwerk auszuschließen und anschließend neu einzubinden. Das ist kein zwingender Schritt für jede Installation. Es bedeutet aber, dass mit dem abgeschlossenen Firmware-Transfer nicht unbedingt alle Arbeiten erledigt sind.

Vorher die bisherigen Einstellungen und zugehörigen Automatisierungen festzuhalten, ist deshalb sinnvoll. Nach dem Update sollten Nutzer die Statusanzeigen beider Ausgänge und des Root Endpoints kontrollieren. Bei einer erneuten Einbindung gehört auch die Prüfung der bisherigen Zuordnungen dazu.

Für Haushalte mit der betroffenen Einstellung hat Firmware 2.30 einen klaren Zweck: Nach einem Stromausfall soll das Smart Home keinen eingeschalteten Zustand melden, den es an den Ausgängen gar nicht gibt. Wer eine andere Störung beheben will, sollte von diesem Update keine umfassende Reparatur erwarten.