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Das Missverständnis mit den Apfelschnecken

Das EU Apfelschneckenverbot

Seit hunderten Jahren werden Tiere durch den Menschen in fremde Lebensräume eingeschleppt und vermehren sich teils explosionsartig wodurch heimische Lebewesen sogar komplett aussterben können. Die Apfelschnecke gliedert sich in verschiedene Arten und besiedelt je nach Art verschiedene Regionen der Erde. Einige dieser Regionen haben sie dank dem Menschen besiedeln können. Unter günstigen Bedingungen können Apfelschnecken leider zur Plage werden, die folglich die Ernteerträge dezimiert. Dieses ist in feuchteren Regionen Spaniens vorgekommen. In Asien passiert dieses regelmäßiger. Hier werden Apfelschnecken seit eh und je gegessen und somit gleicht es sich ein wenig aus.

Die EU hat am 01.01.2013 eine Gattung der Apfelschnecken verboten. Diese dürfen nicht mehr importiert oder innerhalb der EU gezüchtet, ausgesetzt oder gehandelt werden. Weniger bekannt ist, dass es eben nur um die Gattung Pomacea geht und alle anderen Gattungen der Apfelschnecken hiervon nicht betroffen sind. Immerhin ist nicht jede Apfelschneckenart zugleich eine Bedrohung für die Ernten. Zudem kann der Aquarianer seine Apfelschnecken, die durch das Verbot betroffen sind, eventuell weiter halten, wenn die Wikipedia Aussage richtig ist, dass nur die Einfuhr und der Handel verboten sind. Es ist derzeit noch unklar, ob bestehende Privatbestände zu vernichten sind oder sich im tolerierten Bereich befinden. Es wäre jedoch unwahrscheinlich, dass einem Aquarianer erhebliche Nachteile drohen, solange der diese Pomacea Apfelschnecken nicht weiter gibt oder auswildert.

Demnach würde das Verbot für die gefurchte Apfelschnecke mit lateinischen Namen Pomacea canaliculata gelten, für die Zebra- Apfelschnecke mit lateinischem Namen Asolene spixi  nicht. Der Aquarianer sollte einfach vor dem Erwerb oder dem Tausch von Apfelschnecken sicher deren lateinischen Namen in Erfahrung bringen und keine verbotenen Arten handeln oder einführen. An diesem Beispiel kann schnell ersehen werden, wie unwissend der heutige Zeitungsleser leider noch immer ist.

Die schnelle Vermehrung der Apfelschnecken

Apfelschnecken vermehren sich in der Regel bei guten Bedingungen schnell. Wird unter Aquarianern die „Schneckenplage“ zum Thema, dann wird hier häufig auch die Apfelschnecke erwähnt. Ein Weibchen legt duzende bis hunderte Eier mit nur einem Gelege und dieses macht es häufiger. Es kann helfen, weniger zu füttern, damit sich die Schnecken weniger schnell mehren. Viele Schneckenarten fressen nur abgestorbenes organisches Material oder Algen aber verschonen die Wasserpflanzen.

Viele Aquarianer setzen Fressfeinde aus, um Schneckenplagen einzudämmen. Diese müssen jedoch auch in die Wasserwerte, die Beckengröße und zu den anderen Bewohnern passen. Es gibt hierbei Fressfeinde, die nur die kleinen Schnecken verspeisen wie der Kugelfisch oder aber auch die adulten Tiere angreift wie die Raubschnecke. Wer generell einen Überblick im Aquarium bewahren möchte, setzt in der Regel nur Tiere ein, die sich generell nicht, nicht in den speziellen Bedingungen oder zumindest nicht schnell vermehren. Dann würden die Apfelschnecken bereits weg fallen wohingegen die Geweihschnecke in Frage kommt.

Warum Schnecken im Aquarium einbürgern?

Viele Schnecken, viele Garnelen und einige Fische haben den Ruf gute Algenfresser zu sein. Diese Algen sind ein alltägliches Problem aller Aquarianer. Viele Becken werden so aufgestellt, eingerichtet, bepflanzet und gepflegt, dass die gefürchtete Algenblüte seltener und schwächer eintreten wird. Algenfresser sind hierbei ein Baustein in der Taktik. Wenn die Amanogarnele den Ruf hat, sehr viele Algenarten, sogar viele Fadenalgen,  zu fressen, so werden häufig mehrere Schneckenarten kombiniert, um mehr Algenarten vernichten zu können. Von den gängigen Apfelschnecken sollen nur die Pomacea glauca und Pomaecea canaliculata Aquariumpflanzen  an- oder auffressen. Da sie ohnehin nicht mehr gehandelt werden dürfen, ist das jedoch belanglos. (Vermutlich sind sie deswegen verboten worden, da sie intakte Pflanzen in Massen fressen.) Alle anderen Apfelschnecken fressen nur Algen und Algenaufwuchs neben anderer abgestorbener organischer Masse. Gerne werden Gurkenscheiben mit einem Gewicht im Becken versenkt, da diese gerne gefressen werden. Wer die Schnecken einsammeln möchte, kann einen Faden daran binden und sie nach und nach abfischen.

UV-C Klärer im Aquarium ein Tabu oder doch nicht?

jbl-5Ein absolutes Reizthema in der Aquaristik ist immer noch der Betrieb von UV-C Geräten. Die durch die Lampen freigesetzte  UV-C-Strahlung vernichtet Kleinorganismen im Wasser. Die Geräte werden häufig UV-Klärer oder auch UV-Entkeimer genannt.

Die Wirkungsweise ist die, dass gefiltertes Aquarienwasser in einem geschlossenen Gehäuse an einer UV-C Lampe (auch  UV-C Brenner genannt) vorbeigeleitet wird. Dadurch werden Bakterien oder Algensporen derart geschädigt, dass sie nicht mehr lebensfähig sind. Einer evtl. von ihnen ausgehenden Schadwirkung wird somit in einem gewissen Grad entgegengewirkt (Stichwort Algenblüte).
Entscheidend ist hierbei, dass es nicht darum geht, das Aquarium keimfrei zu machen, sondern die Keimzahl zu reduzieren. Dieses wird von vielen Aquarianern oftmals falsch verstanden und deshalb wird dieses Thema so kontrovers diskutiert.

Eins sollte jedem Benutzer aber klar sein, ein verkorkstes Aquarium kann der Einsatz einer UV-C Lampe nicht sanieren. Das Becken sollte sich schon in einem einwandfreien Zustand befinden, ein UV-Klärer kann dann unterstützend eingesetzt werden.

Was passiert mit den „guten Bakterien“ im Wasser beim Einsatz einer UV-C Lampe.

Man muss wissen, dass sich ein UV-Klärer nur die im Wasser freischwimmenden Keime und Bakterien vorknöpft. Die substratgebundenen Bakterien im Filter, Bodengrund, auf Einrichtungsgegenständen etc., also in den Biofilmen sowie die Bakterien im Belebtschlamm der Filter bleiben unbehelligt. Da sie nicht mit der UV-Strahlung in Berührung kommen.

Somit bleiben die „wichtigsten“ Bakterien eines Aquariums trotz UV-Bestrahlung erhalten.

Welche Geräte eignen sich für die Aquaristik?

Beliebt sind die UV-C Klärer von JBL. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus und sind einfach in der Verwendung. Wichtig ist zu wissen, das zu einer UV-C Anlage immer noch eine Pumpe benötigt wird.

Was kosten UV-C Geräte:

UV-C Wasserklärer bei aquariumzone.de

5 Watt 64,66 € (geeignet für 200 – 400 l Aquarien)
9 Watt 79,90 € (geeignet für 300 – 600 l Aquarien)
11 Watt 118,50 € (geeignet für 600-1000 l Aquarien)

Bei amazon.de werden die JBL UV-C Geräte ab rund 67 € angeboten.

Tageslichtsimulation für LED Aquarium Beleuchtung per USB steuern.

usb_simulatorFür die Lum-Light LED Aquarium Leuchten gibt es einen Tageslichtsimulator der sich per PC über USB einfach programieren lässt. Dadurch kann der Beleuchtungs bzw. Tagesablauf nach eigenen Wünschen eingestellt werden. Der Hersteller bietet auf seiner Webseite verschiedene Programme zum kostenlosen Download an.(Link zur Downloadseite)

Mit diesem Tageslichtsimulator USB, haben Sie die Möglichkeit über einen USB Anschluss an Ihrem PC eine Tageslichtsimulation anhand einer Software selbst zu erstellen.

Diese von Ihnen entworfenen Tageszeiten mit einem natürlichen Spektrum, werden auf Ihrem Tageslichtsimulator gespeichert und wiedergegeben.

Sie können diesen Simulator bei aquariumzone.de für nur 148,90 € bestellen. (Link zum Shop). Meine Leser bekommen über den Gutschein-Code „koennig.de“ 5 % Rabatt auf jede Bestellung im aquariumzone.de-Shop. Dieser Gutschein ist bis zum 31.01.2014 gültig.

Folgende Tagesabläufe stehen bei Lum-Light zum Download:

AfricanSun, Amazonas, AquaPlant, AsiaDay, BrazilSun, CoralBeauty, DiskusChiliden, Malawi, ThailandSun, TropicalDay

Bei Youtube habe ich ein auf 2 min 30 sek verkürztes Beispiel gefunden:

 

Foto des Monats Gewinnspiel auf aquariumzone.de

Der Aquaristik Shop aquariumzone.de hat auf seiner Seite ein Foto des Monats gepostet und dazu ein Gewinnspiel ausgelobt. Es gibt verschiedene kleinere Preise für die Aquaristik zu gewinnen. Zur Teilnahme muss lediglich die Art des gezeigten Fisches über ein Formular gesendet werden.

fisch027_kl Wenn Ihr diesen Fisch kennt gehts hier lang zum Gewinnspiel (klick)

Sommer im Aquarium – Lassen Sie ihre Fische nicht schwitzen.

Tunze Aquawind
Tunze Aquawind

Zurzeit herrschen in Deutschland vielerorts Temperaturen von über 30 Grad im Schatten. Unsere Zierfische im Aquarium lieben häufig Temperaturen von 26- 27 Grad. Stark erhöhte Temperaturen  (>30 Grand) bedeuten eine große Belastung für unsere Fische. Im Stark erhitzten Aquariumwasser sinkt zudem häufig der Sauerstoffgehalt. Hier möchte ich ein paar Tipps geben wie Sie Ihren Fischen das Leben auch im Sommer angenehm gestalten können:

Standort: Sie sollten schon bei der ersten Standortwahl die Sonneneinstrahlung bedenken. Durch direkte Sonneneinstrahlung kann das Aquariumwasser schnell stark aufheizen.

Belüftung: Sorgen Sie für eine ausreichende Luftzufuhr durch einen Ausströmerstein im Aquarium. Oder nutzen Sie einen Oxidator

Beleuchtung: Reduzieren Sie die Beleuchtungszeiten in den heißen Mittagsstunden.

Bepflanzung : Achten Sie auf eine ausreichende Bepflanzung im Aquarium, denn auch die Aquariumpflanzen versorgen das Aquarium mit Sauerstoff. Empfehlenswert sind zum Beispiel Wasserfreund und Echinodoru

Sollten diese Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung führen sind natürlich auch noch technische Lösungen wie z.B. der Einsatz von Lüftern möglich. Hierzu eignen sich klein Computer Lüfter (Prozessor Kühlung). Dieser sollte dann schräg auf die Wasseroberfläche arbeiten. Dadurch wird die Verdunstung stark vergrößert und es entsteht eine natürliche Verdunstungskälte.