Teichstabilisatoren für den intakten Gartenteich

Der Gartenteich ist ein Lebensraum, der sich nicht ganz ohne Pflege erhalten kann. Das grundlegende Problem lautet, dass sehr viel Biomasse im Gartenteich entsteht oder in diesen hineinweht. Wasserpflanzen gedeihen und sterben ab, Laub der Bäume und Pflanzenteile der Uferböschung fallen in den Teich und teils wird zudem noch gefüttert. Wer den Teich mit Grundwasser auffüllt, hat in diesem in ländlichen Regionen leider auch bereits hohe Nitratwerte. Das alles belastet den Teich aber wenn die alte und absterbende greifbare Biomassen laufend entfernt wird und nicht zu viele kotende Teichfische gefüttert werden, sollte alles funktionieren.
Jedoch leben wir in Breitengraden mit einer wärmeren Wachstumsphase und einer kälteren Ruhephase. Viel Biomasse landet jedoch zum Ende der Wachstumsphase im Teich, zersetzt sich weitgehend in der Ruhephase und die Nährstoffe sind für ein paar Wochen im Jahr stärker vorhanden wobei der Zersetzungsprozess für ein paar Wochen intensiver den Sauerstoff aus dem Wasser zieht. Es gibt deswegen in jedem Gartenteich saisonale Schwankungen, die für viele Gartenteiche zum richtigen Problem werden. Mit ein paar Zusätzen können die Spitzen abgefedert werden, wodurch alles einfacher wird. Die laufende Teichpflege sollte hierbei nicht vernachlässigt werden, da diese Teichzusätze nur eine Ergänzung zur Entfernung der alten Biomasse aus dem Gartenteich darstellt.

Teichzusätze und Teichgifte

Es muss ganz klar unterschieden werden zwischen einem Teichzusatz, der Biokreisläufe unterstützen sowie puffern soll und zwischen Teichgiften, die diese Abläufe unterbrechen sollen. Es gibt natürlich einige Präparate, die das Algenwachstum unterbinden
und nicht zugleich auch alle Pflanzen und Fische abtöten. Wer falsch dosiert, hat neben klarem Wasser aber häufig auch erst einmal ein paar tote Teichtiere und Teichpflanzen. Teichzusätze hingegen sollen biologische Abläufe unterstützten und unbedenklicher machen. Es gibt in jedem lebenden Gartenteich einige chemische und biologische Abläufe,  die sehr eng miteinander verbunden sind. Es geht hierbei um einen Nährstoffkreislauf: Fische koten und Pflanzenteile sterben ganz oder zum Teil ab. Diese Biomasse muss erst durch Bakterien zersetzt und umgewandelt werden, um dann als frei gesetzte Nährstoffe wiederum für Pflanzen und Algen verwertbar zu sein. Es kann allerdings faulig umgewandelt werden, wodurch viele Giftstoffe und unerwünschte Nährstoffverbindungen entstehen. Oder es kann alles sauber zersetzt werden ohne das Wasser groß zu belasten. Zudem kann alles so umgewandelt werden, dass die Algen weniger explodieren sondern die Pflanzen durch die Nährstoffe profitieren.

Teichstabilisatoren können lebende Bakterien enthalten, sollten dann aber immer sehr frisch angewendet werden, da die Bakterien mit der Zeit sterben. Es gibt allerdings auch viele Substanzen, Stoffe oder Stoffverbindungen, die den Bakterien zugutekommen. Diese bilden sich immerhin von ganz alleine und man kann ihrer Arbeit einfach unterstützen. Mit aktiven Bakterien und Bioorganismen werden organische Reste im Gartenteich unbedenklicher und sinnvoller umgesetzt. Die saisonalen Teichprobleme kommen weniger zum Tragen und deswegen lässt sich der Gartenteich leichter pflegen. Die Tiere fühlen sich wohler, werden älter und der ganze Gartenteich ist einfach schöner.

Springbrunnen oder Oxidator?

Für die Umwandlung der organischen Reste und für die Atmung der Wassertiere ist Sauerstoff im Wasser ein entscheidender Faktor. Wer regelmäßig Probleme mit Sauerstoffarmut hat, kann dem entgegen wirken. Der Teich kann mit einer Teichpumpe einfach an einer Stelle beregnet werden oder es wird ein Springbrunnen oder ein Wasserfall eingerichtet. Es lassen sich natürlich auch mit einer Luftpumpe und einem speziellen Ausströmer perlende Luftblasen unter Wasser erzeugen. Damit wird viel Sauerstoff in das Wasser kommen. Es wird allerdings bei Hitze auch sehr viel Wasser verdunsten, jetzt ist der Sauerstoff jedoch besonders wichtig. Wer den Gartenteich bereits mit weniger klarem Wasser nachfüllt, wird die unerwünschten Stoffe durch eine hohe Verdunstung konzentrieren und dann kann dieses zu Problem werden. Es könnte eine Teilentsalzung mit einem speziellen Geräte aus dem Baumarkt vorgenommen werden.

Als Alternative zur Sauerstoffanreicherung kann auch ein Oxidator verwendet werden. Dieser sollte an einer Kette in den Teich gesenkt werden. Er wird regelmäßig mit einer speziellen Flüssigkeit nachgefüllt und wird sehr gleichmäßig Sauerstoff abgeben. Die Kunst liegt in dem Punkt, dass man erkennt, wann der Oxidator nachgefüllt werden muss. Weiterhin muss die Flüssigkeit laufend nachgekauft werden. Die Wasser- oder Luftpumpe oder das Gerät zur Teilentsalzung würden allerdings laufend Strom ziehen, wenn sie nicht über Solarzellen betrieben wird. Es kommt immer auf die Situation an, welche Vorgehensweise die besser ist.

 

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