Garnelen im Aquascaping Becken

Das Aquascaping oder Unterwassergärtnern (Hier eine Beschreibung.)ist ein neuer Trend oder sogar ein Gegentrend zur einstigen Aquaristik, in der viele Becken mit Fischen und anderen Tieren regelrecht überbelegt werden. Beim Aquascaping wird auf Tiere weitgehend verzichtet, um mit Steinen, Wurzeln, Pflanzen, Korallen und anderen Einrichtungsmöglichkeiten eine Landschaft zu erzeugen. Diese und nicht die Fische soll optisch wirken. Fische und viele Tiere belasten das Aquariumwasser mit Kot und Futterresten, es muss intensiver gepflegt werden und ist anfälliger. Wirkt ein überbelegtes Aquarium verbraucht und sind Pflanzen angefressen, ist dieses weniger dekorativ. Außerdem leiden Tiere, wenn das Becken nicht gut läuft, Pflanzen hingegen nicht. Das Aquascaping ist deswegen vielleicht auch für Aquarianer interessant, die mit ihren Bewohnern schon Probleme hatten oder unerfahren sind. Ein Problem stellt sich jedoch wie in jedem anderen Aquarium ein: Algen wachsen und können nicht nur unschön aussehen, sie können das Becken zudem kippen lassen. Es gibt kein allgemeingültiges Mittel, um alle Algen zu vernichten, ohne dass auch die Pflanzen Schaden nehmen würden. Neben einigen Techniken der Vorbeugung können einige Garnelen, Schnecken oder Fische gehalten werden, die Algen fressen. Besonders wirksam sind Amanogarnelen.

Algenfresser: Die Armonogarnele überzeugt

Vermutlich fressen alle für die Aquaristik bekannten Süßwassergarnelen Algen aber viele fressen diese nur bei Futterknappheit und viele fressen nur wenige Algenarten. Die Amanogarnele ist eine der gefräsigsten Algengarnelen, die auch sehr viele Algenarten vertilgt (Hier  eine Beschreibung). Sie verspeist z.B. viele Fadenalgen wohingegen die Rückenstichgarnele diese eher verschmäht. Auf ihr Körpergewicht vertilgt die Amanogarnele sehr viel Algen, eine auf 10 Liter sollte im Aquascaping Becken genügen wohingegen 7 Rückenstrichgarnelen notwendig wären. Es lassen sich zudem verschiedene Algenfresser kombinieren, wenn die Wasserwerte stimmen, sie sind meist friedfertig. Es gibt jedoch Aquarienbewohner, die sich schnell vermehren, andere, die dieses langsamer machen und solche wie die Amanogarnele, die dazu nicht die Bedingungen findet und sich gar nicht vermehrt. Wer in seinem Aquascaping Becken wenige Tiere wünscht, sollte es bei den Arten belassen, die sich nicht vermehren. Ansonsten vermehren sich die Tiere bis zu dem Grad, wie sie Futter haben und stellen die Reproduktion dann weitgehend ein. Für die Aquarientiere und auch ansonsten muss regelmäßig ein Teil vom Wasser gewechselt werden. Ein frisch eingefahrenes Becken (Nitrit Peak abwarten und erst dann Tiere einsetzen) benötigt erst einmal die doppelte Anzahl Algenfresser, da mehr Nährstoffe geboten werden, die sich schnell in Algen wandeln. Hier  wird erklärt, wie Garnelen ins Becken eingewöhnt werden sollten.

Techniken, für klares Wasser

Neben Algenfressern muss einiges mehr beachtet werden, damit das Wasser klar bleibt. Es muss durch eine Pumpe mit Filter umgewälzt werden. In dem Filter muss ein Filterfließ den Filterbakterien als Heimat dienen und darf nie zu gründlich gereinigt werden, damit die Bakterien das Gleichgewicht im Wasser bewahren. Zudem kann ein UV Klärer Algen und Keime abtäten. Außerdem sollte das Becken nie im direkten Sonnenlicht stehen, es sollte auch nicht zu stark oder zu lange am Tag beleuchtet werden, maximal 9 Stunden mit 0,3 bis 0,5 Watt pro Liter pro Tag werden empfohlen. Das Wasser soll einen geringen Nitrat- und Phosphatwert haben, auch das frische Wasser nach dem Wasserwechsel. Außerdem wäre ein Wasser mit geringer Karbonhärte besser, um Algen vorzubeugen. Für die regelmäßigen Arbeiten am Beckengrund und den Pflanzen finden sich hier sogar spezielle Werkzeuge  für das Aquascaping.

Algen sind wichtig

Mit den Algen ist es so, dass diese für das Beckenleben wichtig sind, da sie Nährstoffe aufzehren, Sauerstoff erzeugen und insgesamt einen sehr positiven Effekt auf das Becken haben. Das alles bleibt aber nur positiv, wenn es nur wenige Algen im Becken sind und auch bleiben. Da sie von alleine ins Becken kommen, kann man lediglich die Pflanzen gegen Plastikpflanzen ersetzen, auf Tiere verzichten und das Wasser Chloren, ansonsten wird es in jedem Aquarium mit wenigstens etwas Lichteinfall Algen geben. Sobald das Aquarium leben soll, sollte also ein Gleichgewicht zwischen Algenwuchs und Algenfressern erzeugt werden wobei generell einem starken Algenwuchs entgegen zu wirken wäre. Wenn mehr Algen wachsen, als gefressen werden, können die Wasserwerte kontrolliert werden um zugleich die Beleuchtung erst einmal weniger Intensiv zu betreiben. Sind Pflanzen im Becken, kann es sein, dass ein entsprechender Pflanzendünger für das Aquarium Wunder bewirkt, da die Pflanzen die ansonsten ungenügenden Nährstoffe erhalten und die anderen Nährstoffe mit aufbrauchen. Diese fehlen den Algen und so bewahrheitet sich die Weisheit, dass ein guter Pflanzenwuchs gegen Algen wirkt.

 

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