Umkehrosmose-Anlage für besseres Aquarienwasser

Umkehrosmoseanlage
Beispiel einer Umkehrosmoseanlage

In der Aquaristik gibt es Tierarten, die eher unempfindlich sind, solange die Klimawerte nicht völlig aus dem Ruder geraten und es gibt Arten, bei denen kleinste Abweichungen von den Optimalwerten verheerend wirken können. Vor allem viele Wirbellose sterben an Kupfer, Silber oder Weichmachern, auch wenn die Konzentrationen gering ausfallen. Andere Aquarienbewohner würden hingegen nicht einmal bei erhöhten Werten negativ auf Kupfer oder Silber reagieren. Es handelt sich bereits für  Wirbellose und andere Aquariumtiere um bedenkliche Konzentrationen, wie sie vielerorts im Trinkwasser enthalten sind. Je nach Situation liegt dieses an den Wasserwerken oder an den Wasserleitungen im Gebäude. Eine Umkehrosmoseanlage, wie sie hier erklärt wird, entfernt in erster Linie Nitrate und die Wasserhärte. Je nach Ausgangswasser und Umgang ist die Lebensdauer solcher Geräte jedoch nicht unendlich. Teils reicht es, Einzelteile auszutauschen, sollte die Filterleistung für einzelne Schadstoffe nachlassen. Für Schwermetalle und Metalle würde es genügen, das Wasser durch Aktivkohle zu leiten. Diese ist jedoch häufig mit Silber beschichtet, damit sich in der Kohle keine Bakterien bilden. Dieses Silber wird ausgewaschen und gelangt dann in das Aquarium. Ohne Umkehrosmoseanlage sollte in der Aktivkohle für die Aquaristik kein Silber enthalten sein.

Weichmacher hingegen sind in vielen Kunststoffartikeln enthalten und gelangen mit diesen in das Aquarium. Schadstoffe gelangen auch mit Futtermitteln, neuen Pflanzen und Tieren oder anderen Elementen, die dem Becken zugeführt werden, in das Wasser. Viele Aquarienpflanzen werden intensiv gedüngt, damit sie schnell wachsen und mit dem Restdünger verkauft, Wirbellose können eingehen. Deswegen sollten die Pflanzen wenigstens 14 Tage lang in sauberem Wasser gewässert werden, um sie erst dann in das Becken zu setzen.

Die Funktionsweise der Umkehrosmoseanlage:

Es gibt sehr unterschiedliche Umkehrosmoseanlagen, die in der Regel mit mehreren Filterstufen ohne Strom arbeiten. Mit einem Druck von 3 bis 8 Bar drückt sich das Wasser zum Teil durch die Filter. Der verbleibende Teil schwemmt die ganzen unerwünschten Bestandteile hinfort. Eine Umkehrosmoseanlage filtert meist nicht die letzten paar Prozente der Schadstoffe aus dem Wasser aber doch den absoluten Großteil. Sollte das Wasser ab und an Chlor oder andere Chemikalien enthalten, muss zwingend eine Umkehrosmoseanlage mit einem Aktivkohlefilter gewählt werden, da Chlor die weiteren Filter beschädigen wird. Einige Filter halten nur ungelöste Partikel zurück aber die eigentliche Membran hält Schwermetalle, Metalle, Viren oder Medikamentenrückstände zurück.

Die Verwendung der Umkehrosmoseanlage

Die einfachen Varianten der Umkehrosmoseanlagen sollten nie austrocknen. Der Ablauf soll somit mit einem Bogen höher gelegen sein, damit sich in der Umkehrosmoseanlage keine Luftblase bildet, mit der die Membranen Schaden nehmen. Zudem sollte der Schlauch mit dem Restwasser irgendwo in einen Ausfluss münden. Das Restwasser kann alternativ dazu aufgefangen werden, um im Garten zu gießen oder einen Tank für Toilettenspülungen zu füllen. Der Schlauch mit dem sauberen Wasser soll natürlich in einen Auffangtank münden. Wer hier nicht einen Schwimmer integriert, der die Wasserzufuhr zur Umkehrosmoseanlage unterbricht, wird häufiger das Problem haben, dass dieses Fass überläuft. Deswegen sollte dieses überlaufende Wasser direkt ablaufen können ohne Schaden anzurichten. Wie hoch die Anteile von Restwasser und Brauchwasser sind, liegt an den Ausgangswerten aber von 3 bis 5 Litern sollte ein Liter Brauchwasser über bleiben.

Wassertests in der Aquaristik

Ob mit oder ohne Umkehrosmoseanlage: Die Wasserwerte sollten durch Wassertests kontrolliert werden. (Erklärung hier) Die Werte im Wasser ändern sich teils nicht nur durch äußere Einflüsse sondern auch durch das Bakterienleben sowie weiteres Leben im Becken. Wenn ersichtlich ist, dass es Pflanzen und Tieren gut geht, reicht es, die normalen Werte zu prüfen aber sobald dieses nicht mehr der Fall ist, sollte dringlich genauer nach Ursachen geforscht werden. Die gängigen Wassertests parat liegen zu haben wäre somit eine Empfehlung. Wem das zu kompliziert wird, die Wasserwerte wirklich laufend sehr genau überwachsen zu müssen, der sollte von Anfang an auf Aquarienbewohner setzen, die weniger empfindlich sind. Neben der Temperatur und dem PH Wert im Wasser sind die Wasserhärte, die Werte für NO2 als Nitrit und NO3 als Nitrat oder für Wirbellose CA – oder Kupfer – Wert interessant. Weitere Infos finden sich hier.

 

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